22. Carillon-Workshop in Hannover

Vom 9. bis 11. August 2019 findet in Hannover der 22. Carillon-Workshop der Deutschen Glockenspielvereinigung statt.

Üben, Neues ausprobieren, auf dem Carillon der Henrietten-Stiftung spielen, das alles unter Anleitung von Mathieu Daniel Polak (Rotterdam), Dozent am niederländischen Carillonzentrum Amersfoort.

Anmeldungen bitte bis 1. August 2019.

Einzelheiten entnehmen Sie bitte dem Programm. Das Anmeldeformular (als Download) können Sie wahlweise ausdrucken und per Fax versenden oder bequem am PC ausfüllen und per E-Mail an Kantorin Schwester Anke-Christina Müller senden (E-Mail-Adresse finden Sie im Anmeldeformular).

Kolloquium Glockenkunde 2019

Das Deutsche Glockenmuseum lädt in diesem Jahr zum 27. Kolloquium zur Glockenkunde nach Herrenberg ein.

An vier Tagen vom 3. bis 6. Oktober 2019 treffen sich Glockenforscher, -sachverständige, -denkmalpfleger und –gießer, Glockenspieler sowie alle interessierten Glockenfreunde um sich im Rahmen von Vorträgen und persönlichen Gesprächen fachlich auszutauschen.
Auf Einladung der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Herrenberg sowie des Vereins zur Erhaltung der Stiftskirche Herrenberg e. V. findet das Kolloquium am dortigen klanglich lebendigen Glockenmuseum statt. Fast 40 läutbare Glocken aus verschiedenen Jahrhunderten sowie ein 50-stimmiges Carillon laden zu Vorführungen und Hörerlebnissen ein. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit zur Teilnahme an Exkursionen, um die dortige Glockenlandschaft näher kennen zu lernen.
Das vollständige Programm sowie die Anmeldeunterlagen sind zum Download auf der Internetseite des Deutschen Glockenmuseums zu finden unter www.glockenmuseum.de  

Frankfurter Carillon spielt zum 90. Geburtstag von Anne Frank

Am 12. Juni 2019 wäre Anne Frank 90 Jahre alt geworden. Anlässlich dessen wird die Carillonneurin Yuko Tajima am Mittwoch, 12. Juni, um 12.05 Uhr (im Anschluss an das automatische Glockenspiel) passende Lieder vom Carillon (Turmglockenspiel) der Alten Nikolaikirche am Römerberg spielen.

Ab 1934 lebte Anne Frank in Amsterdam. Das angehängte Foto zeigt den Turm der Westerkerk in Amsterdam vom Fenster der damaligen Wohnung von Anne Frank, wo sie während der NS-Zeit mit ihrer Familie ein Versteck fand. Offenbar spendete dieser Anblick des Turms sowie die Musik der dort befindlichen Glocken Trost für die aus Frankfurt stammende Annelies Marie Frank, wie sie es in ihrem Tagebuch notierte: Vater, Mutter und Margot können sich noch immer nicht an das Geräusch der Westerturmglocke gewöhnen, die jede Viertelstunde angibt, wie spät es ist. Ich schon, mir hat es sofort gefallen, und besonders nachts ist es so etwas Vertrautes. (11. Juli 1942)

Für Anne Frank hat der Klang der Glocke etwas Beruhigendes, Vertrautes. Der Klangraum der Glocke versprach Geborgenheit. Dies änderte sich jäh von einem Tag auf den anderen. Eine bedrohliche Stille hielt Einzug. Im August des Jahres 1943 schreibt sie ihre Empfindungen beim Schweigen der Glocken nieder: Seit einer Woche sind wir alle ein bisschen durcheinander mit der Zeit, weil anscheinend unsere liebe und teure Westerturmglocke abgeholt worden ist, und wir wissen seither weder bei Tag noch bei Nacht, wie spät es ist.

Im Anschluss an die Carillon-Musik besteht die Möglichkeit, gemeinsam zur Mauer des Alten Jüdischen Friedhofs zu gehen und an der Stelle innezuhalten, wo sich der Namensblock für Anne Frank befindet. Dort ist der Name Anne Frank einer von rund 12.000 Namen von Frankfurter Juden, die im Holocaust verfolgt und ermordet wurden.                    

Und dennoch glaube ich, wenn ich zum Himmel blicke, dass alles in Ordnung gehen und auch diese Grausamkeit ein Ende finden wird… Einmal werden wir auch wieder Menschen und nicht allein Juden sein.   – Anne Frank (* 1929)

Ich habe einen Traum, dass meine vier Kinder eines Tages in einer Nation leben werden, in der man sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilen wird. – Martin Luther King, Jr. (* 1929)

Wir danken Pfarrer Dr. Jeffrey Myers für die Information und den Text